Finanzielles

(ausgenommen Mobilitäten ins Vereinigte Königreich. Informationen hierzu finden Sie hier)

Studierende, die im Rahmen von Erasmus+ einen Studienaufenthalt absolvieren, erhalten neben dem Erlass der Studiengebühren im Ausland einen Erasmus+ Zuschuss. Es handelt sich dabei um ein Teilstipendium zur Abdeckung der Mehrkosten aufgrund des Auslandsaufenthaltes.  

Für Aufenthalte im Studienjahr 2022/23 wird der Erasmus+ Zuschuss ausschließlich vom International Office ausbezahlt.  

Wenn Sie eine Frage zur finanziellen Abwicklung Ihres Erasmus+ Studienaufenthalts haben, wenden Sie sich bitte an das Erasmus Stipendien Team des International Office (erasmus.stipendien@univie.ac.at). 

Auf dieser Seite finden Sie Informationen zur finanziellen Unterstützung während Ihres Erasmus+ Aufenthalts:


Erasmus+ Zuschuss

Der Erasmus+ Aufenthaltszeitraum setzt sich aus einem Teil mit finanziellem Zuschuss und einem Teil ohne finanziellen Zuschuss (Zero Grant Förderung) zusammen. Die konkrete Dauer der finanziellen Förderung beziehungsweise der Zero Grant Förderung wird von der Universität Wien für jedes akademische Jahr basierend auf dem für die Universität Wien verfügbaren Erasmus+ Budget neu festgelegt. Für das Studienjahr 2022/23 beträgt der finanziell geförderte Zeitraum mindestens 3 Monate. 

Ab dem Studienjahr 2022/2023 werden den Studierenden in der Regel Semesterplätze zur Verfügung gestellt (mögliche Ausnahmen: Joint Programs). Bei einem Semesteraufenthalt beträgt der maximale Erasmus+ Aufenthaltszeitraum 5 Monate (finanzielle Förderung und Zero Grant Förderung). Die Zero Grant Förderung ermöglicht den Studierenden, die Vorteile eines Erasmus+ Status zu nutzen (z.B. Erlass der Studiengebühren), auch wenn der finanzielle Zuschuss nicht den gesamten Aufenthaltszeitraum abdeckt.  

Die Programmländer werden gemäß Definition im Programmleitfaden der Europäischen Kommission in drei Ländergruppen unterteilt. Der Zuschuss beträgt je nach Gastland ca. 400 € pro Monat (genaue Zuschusshöhen für 2021/22 finden Sie hier).

Grundsätzlich sind 30 ECTS pro Semester zu erbringen. Die Rückforderungsgrenze für den Zuschuss ist abhängig von der Aufenthaltsdauer; wenn Sie nicht mindestens 3 ETCS pro Aufenthaltsmonat erbringen, muss der Zuschuss zurückgezahlt werden. Dabei zählen die an der Universität Wien anerkannten ECTS! 

Der Erasmus+ Zuschuss wird in zwei Raten ausbezahlt: 80% bei Antritt des Aufenthalts und 20% nach dem Aufenthalt. Die Abrechnung erfolgt tagesgenau. 

 

Bezieher*innen von Studienbeihilfe können bei der Stipendienstelle auch Auslandsbeihilfe beantragen.


Studiengebühren

Während des Erasmus+ Aufenthalts sind Sie an der Universität Wien und an der Gastuniversität von Studiengebühren befreit. Achtung: Sie müssen aber auch während des Auslandsaufenthalts unbedingt fristgerecht (!) den ÖH-Beitrag einzahlen - ansonsten werden Sie exmatrikuliert! Manche Gastuniversitäten erheben von den Erasmus+ Incomings Beträge, die dem ÖH-Beitrag ähnlich sind -  von diesen Beiträgen können Sie nicht befreit werden.

Eine Beurlaubung an der Universität Wien ist während eines Auslandssemesters nicht möglich. Genaue Informationen dazu finden Sie beim Studienservice und Lehrwesen. Wenn Sie jedoch an einer anderen österreichischen Universität ein Zweitstudium machen, können Sie sich evtl. während Ihres Erasmus+ Aufenthalts von diesem Zweitstudium beurlauben lassen. Informieren Sie sich dazu bitte an der entsprechenden Universität.

Studierende, die gleichzeitig an mehreren Universitäten studieren, müssen den geplanten Auslandsaufenthalt jedenfalls jeder anderen Universität melden, wenn sie die Zulassung aufrechterhalten wollen.

Ein Erasmus+ Auslandsaufenthalt verlängert die Anzahl der Toleranzsemester nicht, d.h. Mindeststudienzeit + 2 Toleranzsemester gelten.

Der Bezug von Familienbeihilfe hingegen könnte aufgrund eines Erasmus+ Aufenthalts möglicherweise um ein Semester verlängert werden. Bitte erkundigen Sie sich hierfür direkt beim Finanzamt!


Finanzielle Top-Ups

Zusätzlich zum Erasmus+ Zuschuss können weitere finanzielle Förderungen (Top-Ups) beantragt werden:

  • Green Travel: Reisekostenunterstützung für umweltfreundliches Reisen
  • Studierende mit geringeren Chancen: Bitte beachten Sie, dass dieses Top-up nur einmal beantragt werden kann, auch wenn Sie in mehrere der genannten Gruppen fallen: 
    • Studierende, die Studienbeihilfe beziehen (gilt NICHT für Aufenthalte ab 2022/23)
    • Studierende mit betreuungspflichtigen Kindern, die an den Studien-/Praktikumsort mitgenommen werden
    • Studierende mit Behinderung, wenn dadurch erhöhter finanzieller Aufwand während des Auslandsaufenthalts entsteht (im Vergleich zum Aufenthalt in Österreich)
    • Studierende mit chronischer Krankheit, wenn dadurch erhöhter finanzieller Aufwand während des Auslandsaufenthalts entsteht (im Vergleich zum Aufenthalt in Österreich)
  • Inklusionsunterstützung: Sollte das Top-Up für Studierende mit geringeren Chancen nicht ausreichend sein, können Erasmus+ Teilnehmer*innen mit Behinderung oder chronischer Krankheit stattdessen eine Inklusionsunterstützung beantragen.

Weitere Informationen zu den Top-Ups finden Sie unter den jeweiligen Punkten.

 

Diese Informationen beziehen sich auf die Beantragung der Top-Ups für Aufenthalte im Studienjahr 2021/22.

Ab dem Studienjahr 2022/23 erhalten Studierende, die österreichische Studienbeihilfe beziehen, kein Top-Up mehr.

 

 

 


Top-Up: Green Travel

Studierende, die sich für eine umweltfreundliche An- und Abreise an den Studien-/Praktikumsort entscheiden, können eine einmalige Reisekostenunterstützung für umweltfreundliches Reisen beantragen. Hierzu zählt die An- und Abreise per Bus oder Bahn. Die Antragsstellung findet über Mobility Online statt.

Deadline für die Antragstellung: ein Monat vor Aufenthaltsbeginn. Nominierte Studierende werden informiert, sobald die Antragsstellung möglich ist.


Top-Up: Bezieher*innen von Studienbeihilfe

Wenn Sie österreichische Studienbeihilfe beziehen, können Sie das Top-Up für Studierende mit geringeren Chancen (2021/22) in der Höhe von 250 Euro pro Monat beantragen. Die Antragsstellung findet über Mobility Online statt.

Deadline für die Antragstellung: ein Monat vor Aufenthaltsbeginn. Nominierte Studierende werden informiert, sobald die Antragsstellung möglich ist.

Diese Informationen beziehen sich auf die Beantragung der Top-Ups für Aufenthalte im Studienjahr 2021/22. Ab dem Studienjahr 2022/23 erhalten Studierende, die österreichische Studienbeihilfe beziehen, kein Top-Up mehr.

Außerdem können Sie bei der Stipendienstelle einen Antrag auf Beihilfe zum Auslandsstudium stellen ("Auslandsbeihilfe"). Der gleichzeitige Bezug von Beihilfe für das Auslandsstudium  und  Erasmus+  Zuschuss  für  denselben  Aufenthalt ist seit dem Studienjahr 2019/20 erlaubt. Hier finden Sie Informationen zur Höhe der Auslandsbeihilfe sowie des Reisekostenzuschusses.

Bitte beachten Sie, dass Sie als Bezieher*in von Auslandsbeihilfe nach Abschluss des Auslandsaufenthalts einen Leistungsnachweis bei der Stipendienstelle einreichen müssen (auch hier gilt die Mindestanforderung von 3 ECTS pro Aufenthaltsmonat), da Sie ansonsten die gesamte Auslandsbeihilfe zurückzahlen müssen. Die Studienbeihilfe ("Inlandsbeihilfe") selbst ist davon nicht betroffen.


Top-Up: Studierende mit Kind

Wenn Sie gemeinsam mit Ihrem Kind/Ihren Kindern einen Erasmus+ Studienaufenthalt/ein Erasmus+ Praktikum absolvieren, können Sie das Top-Up für Studierende mit geringeren Chancen in der Höhe von 250 Euro pro Monat beantragen. Die Antragsstellung findet über Mobility Online statt.

Deadline für die Antragstellung: ein Monat vor Aufenthaltsbeginn. Nominierte Studierende werden informiert, sobald die Antragsstellung möglich ist.


Top-Up: Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit

Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit können das Top-Up für Studierende mit geringeren Chancen in der Höhe von 250 Euro pro Monat beantragen. Die Antragsstellung findet über Mobility Online statt.

Deadline für die Antragstellung: ein Monat vor Aufenthaltsbeginn. Nominierte Studierende werden informiert, sobald die Antragsstellung möglich ist.

Inklusionsunterstützung

Sollte das Top-Up für Studierende mit geringeren Chancen nicht ausreichend sein, können Studierende im Falle einer Behinderung oder chronischen Krankheit stattdessen Inklusionsunterstützung beantragen. Dabei gibt es keine Pauschale, sondern es sollen die tatsächlichen Kosten, die durch die Behinderung oder chronische Krankheit zusätzlich entstehen, gedeckt werden. Deadline für die Antragstellung: drei Monate vor Aufenthaltsbeginn.

Sonstige hilfreiche Links für Outgoing-Studierende mit körperlichen, mentalen oder gesundheitlichen Beeinträchtigungen

Datenschutz

Persönliche Daten sind vertraulich und werden entsprechend den jeweiligen Bundesgesetzen nur insoweit weiterverarbeitet, als dies für Ihr Ansuchen und Ihre Teilnahme am Programm Erasmus+ notwendig ist.