Gestaltungsmöglichkeiten

Mit Erasmus+ werden vorrangig Projekte gefördert, durch die Verbesserungen und Innovationen in den europäischen Bildungssystemen erzielt werden sollen. Gestaltungsmöglichkeiten ergeben sich daher vorwiegend in sämtlichen Bildungsbereichen. Das Programm eröffnet MitarbeiterInnen der Universität Wien allerdings noch zusätzliche Chancen im Bereich Jugend oder Sport, in Lehre und Forschung zu EU-Studien, sowie beim Aufbau verbesserter Kapazitäten in Partnerländern.

Im Hochschulbereich ermöglicht das Programm die unmittelbarsten Gestaltungsoptionen. Durch Strategische Partnerschaften mit anderen Universitäten kann ein europäischer Austausch über gute Lern- und Lehrpraktiken stattfinden und dadurch Verbesserungen in den jeweiligen Studienrichtungen umgesetzt werden. Auch der Integration neuer Informations- und Kommunikationstechniken in die Lehre können damit gefördert werden. Es ist aber auch möglich, dadurch gezielt neue Lehrinhalte zu entwickeln oder Lehrpläne umzugestalten.

Die Möglichkeit zur Lehrinhalt- und Curricularentwicklung bieten aber auch Wissensallianzen, die enge, nachhaltige Kooperationen von Hochschulen mit Wirtschaftsunternehmen fördern. Der gegenseitige Austausch über erworbene und nachgefragte Fertigkeiten, sowie der gemeinsame Wissensaufbau eröffnen die Chance, neue Impulse für die Lehre zu erhalten und Fähigkeiten bei Lehrkräften und Studierenden, sowie MitarbeiterInnen in Unternehmen zu verbessern.

In anderen Bildungsbereichen ist es unter anderem die Expertise der MitarbeiterInnen der Universität Wien, die zu positiven Veränderungen in Schulbildungssystemen, sowie der Berufs- und Erwachsenenbildung beitragen können. Strategische Partnerschaften in diesen Bereichen führen die Möglichkeiten weiter, die davor in anderen Programmen gefördert worden sind und an denen die Universität Wien sich schon bisher erfolgreich beteiligt hat (Leonardo, Grundtvig). Verbesserungen der LehrerInnen Ausbildung, Innovationen bei Unterrichtsmethoden, aber auch Maßnahmen zur Integration und Inklusion, sowie zur Gewaltprävention können in diesen Bereichen unter anderem verwirklicht werden.

Im Bereich der EU-Studien ermöglicht das Programm die Entwicklung von  Lehrmodulen zu grundlegenden EU-Themen, Lehrtätigkeiten zu speziellen EU-Bereichen, aber auch Forschung in diesen Bereichen. Auch damit lassen sich Veränderungen von Lehrinhalten und Lehrplänen verwirklichen und Wissen über die EU – die Integrationsprozesse, die Herausforderungen, ihre Rolle in einer globalisierten Welt – in der Lehre der Universität Wien stärker verankern, bzw. weiter ausbauen.

Auch im Sportbereich sind Gestaltungsoptionen für MitarbeiterInnen der Universität Wien möglich. Durch Zusammenarbeit mit Sportverbänden- und vereinen können Aktivitäten zur Förderung der positive Aspekte von Sport (physische Betätigung, Integration, Inklusion, etc.) realisiert, aber auch Maßnahmen gefördert werden, die negative Auswüchse im Sportbereich verhindern helfen (Doping, Manipulationen, etc.).

Abseits des EU-Raums ermöglicht Erasmus+ die Chance zur Modernisierung und Internationalisierung von Hochschulen oder ganzen Hochschulsektoren in Drittstaaten beizutragen. Den international vernetzen MitarbeiterInnen der Universität Wien bieten sich durch diese Capacity Building Projekte Möglichkeiten, ihre KollegInnen außerhalb der EU bei der Neugestaltung und Verbesserung von Fachbereichen und Hochschulsystemen zu unterstützen.