Logo der Universität Wien
Schrift:

CEE Grants for Young Researchers

Das neue Kooperationsinstrument im Rahmen von Partnerschaftsabkommen der Universität Wien mit Universitäten in Zentral- & Osteuropa

Knapp vor dem 25-Jahr-Jubiläum des Falls des Eisernen Vorhangs hat die Universität Wien im Jahr 2013 einen Relaunch der WissenschafterInnen-Mobilität im Rahmen von Partnerschaften mit zentral- und osteuropäischen Universitäten vorgenommen und an moderne Gegebenheiten angepasst.

Bereits Ende der 1970er bzw. Anfang der 1980er Jahre, also deutlich vor dem Fall des Eisernen Vorhangs, wurden Partnerschaftsabkommen mit bedeutenden Universitäten in Zentral- und Osteuropa wie der Karls Universität Prag, der Eötvös Lorand Universität Budapest, der Universität Warschau und der Humboldt Universität zu Berlin abgeschlossen und regelmäßige, wenn auch teilweise reglementierte Kontakte gepflegt.

Karls Universität Prag (Bildnachweis: www.interdean.com/moving-prague)
Eötvös Lorand Universität Budapest (Bildnachweis: www.ttk.elte.hu/ttkenglish)
Universität Warschau (Bildnachweis: www.eua.be/eua-cde-warsaw.aspx)
Humboldt Universität zu Berlin (Bildnachweis: www.hu-berlin.de/pr/medien)

Die Öffnung nach 1989 barg unerwartete Chancen zur (Wieder)Aufnahme, Intensivierung und Neugestaltung von Beziehungen zu Wissenschaftsinstitutionen in den Nachbarländern.

1991 unterzeichnete man in Wien Partnerschaftsabkommen mit den unmittelbaren Nachbaruniversitäten, der Komensky Universität in Bratislava und der Masaryk Universität in Brünn, in den Folgejahren komplettierten Abkommen mit der Jagiellonen Universität Krakau und der Universität Zagreb den Reigen der Partneruniversitäten in diesem historisch-geographischen Nachbarschaftsraum.

Komensky Universität Bratislava (Bildnachweis: www.thedaily.sk/wp-content/uploads)
Masaryk Universität Brünn (Bildnachweis: www.recetox.muni.cz)
Jagiellonen Universität Krakau (Bildnachweis: www.law.uj.edu.pl)
Universität Zagreb (Bildnachweis: https://international.unizg.hr/international_students)

Mit dem Umstieg von tageweisen auf einmonatige Forschungsstipendien im Jahr 2013 werden nun dezidiert Jung- bzw. NachwuchswissenschafterInnen angesprochen und gefördert.

Zwei Jahre Praxis mit dem neuen Kooperationsinstrument zeigen klar: das Instrument wurde von den Partneruniversitäten mit großem Zuspruch angenommen, und die JungwissenschafterInnen schätzen diese Möglichkeit zur wissenschaftlichen Arbeit an der Universität Wien außerordentlich.

DissertantInnen und Post-Docs bewerben sich ein Mal pro Jahr an ihren jeweiligen Heimatuniversitäten um einen einmonatigen Forschungsaufenthalt an der Universität Wien und werden nach der Auswahl durch eine Kommission an ihrer Heimatuniversität nominiert.

Jährlich stehen 30 Stipendienmonate zu je 1.000 € für die oben erwähnten Partneruniversitäten zur Verfügung. Aus dem Stipendium müssen sämtliche Lebenshaltungskosten (Unterkunft etc.) bestritten werden.

Das Spektrum der fachlichen Ausrichtungen der StipendiatInnen ist breit und erstreckt sich über alle Wissenschaftsdisziplinen. Die ForschungsstipendiatInnen schätzen besonders die umsichtige Unterstützung ihrer Forschungsvorhaben und die fachliche Einbindung an den jeweiligen Instituten der Universität Wien, den Zugang zu Forschungsdatenbanken, E-Journals und elektronischen Volltextdateien und - last but not least - den geringen bürokratischen Aufwand bei der Abwicklung des Programms.

Mag. Magdalena Małecka, Stipendiatin 2014

“I had an enormous pleasure to receive a one-month research grant in 2014 from the University of Vienna within the partnership agreement with my home university, the Jagiellonian University in Cracow.

During my research stay I was collecting material for my PhD thesis on ‘Theoretical and normative characteristics of value added tax (VAT)’. I visited six different libraries at the University of Vienna - of great usefullness was especially the library of the Faculty of Business, Economics and Statistics, where I could find the books I needed most.

I was kindly hosted by the Department of Tax Law and may frankly say that the University of Vienna is a magnificent place for carrying out scientific research.”

Die jahrzehntelang gepflegten Kontakte innerhalb der universitären Partnerschaften sowie  zahlreiche andere Kooperationsinstrumente wie Erasmus, Ceepus, Marie Curie etc. haben zum erfolgreichen Aufbau einer neuen Wissenschaftsgeneration beigetragen und geben Impulse für neue Vernetzungen. Das Programm wird fortgesetzt - die Bewerbungsfristen für das Kalenderjahr 2015 an den Partneruniversitäten laufen bereits.

Sollten Sie KollegInnen an den oben genannten Universitäten kennen, die an solchen Grants for Young Researchers interessiert sind, machen Sie sie bitte auf diese Förderschiene aufmerksam. InteressentInnen wenden sich bitte direkt an das International Office ihrer Heimatuniversität.

Ansprechpartnerin an der Universität Wien:
Dr. Tatjana Antalovsky im International Office

 

 

Kontakt

Dr. Tatjana Antalovsky
Internationale Kooperationen Ost- und Südosteuropa, TEMPUS-Tacis/Card
Tel.: +43 1-4277-18204

Universität Wien | Universitätsring 1 | 1010 Wien | T +43-1-4277-0